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Das Ego und seine Weltbilder

 

Autorin: Andrea Sophia Löffler

 

Dieser Artikel dient als Vorbereitung für eines meiner wichtigsten Themen überhaupt - Emotionen und Gefühle. Gibt es einen Unterschied? Was können wir tun, um unsere Emotionen in den Griff zu kriegen?

 

Würde sich jeder Mensch einer Charakter-, Persönlichkeits- und Herzensbildung unterziehen, um wieviel schöner wäre das Leben auf unserem Planeten. Der Umgang im Miteinander könnte dadurch um ein Vielfaches liebevoller, wertschätzender und friedvoller werden. Das ist meine große Vision.

 

Aber vorerst müssen wir der Wurzel allen Übels auf den Grund gehen:

 

Das Ego und seine Weltbilder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Zeitalter des Kali Yuga ist charakteristisch für Spaltung und Lüge und spiegelt sich in unseren Weltbildern wider.

 

 

 

Wer kann sich nicht an die unzähligen Schularbeiten erinnern, die uns mühselige Erörterungen abverlangt und in uns das Pro und Kontra – Denken eingebrannt haben.

 

Beliebte Themen sind Wissenschaft versus Religion, Atheismus vs. Monotheismus, Reglementierungen vs. Freiheit, Gut/Böse, schwarz/weiß undsoweiterundsoweiter

 

 

Die Liste von gegensätzlichen Ansichten könnte unendlich fortgesetzt werden.  

 

Es sind allesamt Ideologien, die einem trennenden Geist entspringen. Zwei unterschiedliche Weltbilder führen zum Krieg unter den Menschen. Sie hindern uns am Zugriff zur göttlichen Matrix.

 

Weltbilder werden geschaffen durch das Instrument der Überzeugung. Überzeugungen, wie der Name schon sagt, werden uns übergeworfen, ähnlich wie dem Pferd das Zaumzeug.

 

Unser „Pferd“ ist das Ego. dem man ganz leicht Torheiten überwerfen kann, denn in seiner Grundbeschaffenheit ist das Ego nur der Gehilfe der königlichen Seele.

 

Jahrtausende ist eine Kraft bestrebt das Ego zum großen Boss zu küren. Es bringt zwar keinerlei Führungskompetenzen mit, dafür ist es umso manipulierbarer. Das Einzige, was der Gehilfe tun muss, um weiterhin Boss zu bleiben ist, seiner Überzeugung zu folgen. Ego nennt es gerne Intellekt, Verstand, Glaube, Gesetz.

 

Überzeugungen in die Welt zu setzen bedarf einiger Werkzeuge. Kollektiv gesehen sind es die Medien, unsere Ausbildungsstätten und Interessensgruppen (Parteien, Religionen, etc…)

 

Eine Grundidee wird erst zur kollektiven Meinung, wenn diese nicht mit dem Herzen auf Wahrhaftigkeit überprüft wird. Also muss die Herzenergie so gut es geht, unterdrückt werden.

 

Und so geschieht es, dass sich Menschen zusammenfinden, weil sie ähnliche Ansichten und ähnliche Weltbilder vertreten. Es gibt ihnen ein Gefühl der Einheit, der Zusammengehörigkeit. Solange die Meinungen konform gehen, herrscht Ein-verständnis untereinander.

 

Ein System, dass auf Egopfeiler aufgebaut ist, kann jedoch nicht lange standhalten – insbesondere dann nicht, wenn von außen Gegendruck erzeugt wird. Es ist ein instabiles Gedankengut, ohne Bezug zum Herzen und gleicht einem Kartengebäude, das jederzeit Gefahr läuft, in sich zusammenzufallen.

 

Reflexion

 

Welche Überzeugungen wurden dir übergestülpt?

Natürlich glaubst du nicht daran, dass "jemand" sie dir übergeworfen hat. Aber sei mal ganz ehrlich zu dir.....

 

Bist du überzeugte(r) Atheist? überzeugte(r) Vegetarier? überzeugter Triatlon-Athlet? überzeugter Nichtraucher?

 

Kannst du als Vegetarierer einen Fleischesser sein Fleisch essen lassen, ohne den Drang zu verspüren ihn "bekehren" zu wollen?

 

Das Kardinalsymptom einer Überzeugungs-Haltung ist das Auftreten einer Emotion, und diese tritt dann auf, wenn jemand versucht an deiner Überzeugung zu rütteln. Die Emotion des Widerstands kann viele Gesichter haben.

 

Ich möchte einige Beispiele geben, WIE sich eine Emotion zeigen kann:

 

Natascha ist überzeugt, dass die Menschen von Adam und Eva abstammen, Ernst ist überzeugt, dass wir vom Affen abstammen.

 

Die schwächste Form des Widerstands:

 

Die Akzeptanz (=hinnehmen, billigen)

 

Natascha akzeptiert Ernst´s Meinung, obwohl es ihr schleierhaft ist, warum er an die Affen-Theorie glaubt.

 

Eine weitere versteckte Form des Widerstands

 

Die Toleranz

 

Natascha toleriert Ernst´s Meinung, aber richtig findet sie diese nicht. Er muss wohl selbst vom Affen abstammen. 

 

Hinter der Toleranz steckt eine gewisse Art der Überheblichkeit gegenüber der anderen Person.

 

Jeder Widerstand erzeugt Gegenwehr im Anderen:

 

Das Unterbewusstsein von Ernst erkennt sehr wohl die innere Haltung von Natascha und es erhält auch die richtige Botschaft: "Natascha denkt, ich sei ein Dummkopf."

 

Weitere Formen des inneren Widerstands:

 

Klaus kommt hinzu und verfolgt die Diskussion der beiden: „Aber meine Herrschaften, werden wir jetzt bitte nicht emotional! Bleiben wir sachlich!“

 

Sachliche Argumente

 

Klaus argumentiert minutenlang über die darwinistische Weltsicht und versucht logische Fakten entgegenzuhalten. "Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Evolutionstheorie.........."

 

Und schon stehen wir wieder vor zwei unterschiedlichen Weltbildern: Emotionalität versus Sachlichkeit. Natürlich erleichtert eine Unterhaltung auf sachlicher Ebene den Umgang im Miteinander, insbesondere dann, wenn an der Charakterbildung kaum gearbeitet wurde.

 

Aber was bedeutet Sachlichkeit und Objektivität? Spätestens nach der Erkenntnis der Quantenphysik wissen wir, dass der Betrachter bestimmt, ob er eine Welle oder ein Teilchen sieht. Ist der Betrachter davon überzeugt, dass er eine Welle sehen wird, so wird er eine Welle sehen und keine Teilchen. Ergodessen gibt es keine Objektivität. Es ist Illusion.

 

Darüber hinaus, ist es gefährlich, wenn der Mensch seine Regungen verliert, alles nur objektiv und verstandesorientiert betrachtet, denn wer keinen Emotionalkörper besitzt, also ein rein intellektueller Mensch ist, begrenzt sich in seiner Wahrnehmung. Er läuft wie mit Scheuklappen die Straße entlang, während er die aktuellen Aktienkurse analysiert.

 

Alle drei Personen haben in dieser Diskussion (= discutere - Zerschneidung) eines gemeinsam: Ihr Weltbild droht einzustürzen. Es macht Angst, wenn das eigene Glaubenssystem, das Halt und festen Boden unter den Füßen gibt, Gefahr läuft entzogen zu werden.

 

Wenn es um die eigene Sicherheit geht, muss das Weltbild mit aller Macht verteidigt werden. Da reicht es nicht mehr, sich nur in Toleranz zu üben. Es müssen trastischere Maßnahmen ergriffen werden, um das Ego zu verteidigen:

 

Machtübergriffe, wie List und Intrige (Mobbing) oder sogar körperliche Angriffe sind nicht mehr weit entfernt, wenn sich der Gehilfe ernsthaft zu fürchten beginnt.

 

Der Mensch wird emotional - es droht Krieg.

 

Ich denke, du weißt, warum mir dieser Artikel so wichtig erscheint. Spürst du es auch... das leise Knistern in der Gesellschaft? Ja, droht uns sogar eine kollektive Entgleisung der Gemüter?

 

 

Emotionen machen uns das Leben schwer.

 

Was können wir tun, um diese Emotionen in den Griff zu bekommen?

 

Es gibt nur eine Lösung, nämlich:

 

  • die königliche Seele als Krönung anzuerkennen UND
  • den Gehilfen an seinen rechten Platz zu verweisen.

 

.......und das ist eine Frage des Bewusstseins......

 

Das Ego und seine Weltbilder zu reflektieren ist der erste Schritt in der Bewusstseinsentwicklung. Als Nächstes wollen Emotionen entlarvt und wahrhaftige Gefühle entdeckt werden. Aber, wie anfangs erwähnt, ist das Thema für den nächsten Beitrag: Gefühle sind mehr als Emotionen.

 

Herzlichst

 

Andrea Sophia

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